Der Bezirksvertreter Bonn-Hardtberg und NRW-Vorständler von pro Deutschland, Detlev Schwarz.

Der Bezirksvertreter Bonn-Hardtberg und NRW-Vorständler von pro Deutschland, Detlev Schwarz.

Die Neuaufstellung des Bezirksverbandes Bergisches Land der Bürgerbewegung PRO NRW beweist laut dem ehemaligen PRO-NRW-Landesgeschäftsführer Detlev Schwarz einen „erschreckenden Rechtsruck“, den seine ehemalige Partei unter Führung des Leverkusener Anwaltes Markus Beisicht inzwischen vollzogen habe.

„Mit dem vorbestraften ehemaligen NPD-Funktionär Thorsten Crämer als stellvertretender Bezirksvorsitzender ist PRO NRW den von uns vorhergesagten Weg zu einer NPD 2.0 weitergegangen. Crämer, der 2010 von PRO NRW noch als enttarnter Verfassungsschutz-Zuträger bzw. Verfassungsschutz-Provokateur und Organisator von NS-Aufmärschen tituliert wurde, dominiert nun mit einer ganzen Reihe seiner Mitstreiter den neuen Bezirksvorstand. In den neuen PRO-NRW-Vorständen im Bergischen Land, Wuppertal und Ennepe-Ruhr-Kreis tummeln sich ganz offen ehemalige NPD-Kader, Politkriminelle mit teils mehrjähriger Knasterfahrung und sonstige Vertreter des NS-Narrensaums. So gehören z. B. auch die ehemaligen NPD-Mitglieder Christoph Schmidt, Markus Hohnholz und Andreas Lange den neu gewählten PRO-NRW-Vorständen an. Eine solche Konstellation wäre noch vor wenigen Monaten bei PRO NRW völlig undenkbar und laut geltender Beschlusslage auch verboten gewesen.

Allen Gegnern der PRO-Bewegung wird mit einer solchen Personalpolitik – in wessen Auftrag auch immer – geradezu eine Steilvorlage geliefert! Die Entscheidung von allen seriösen und demokratisch gesinnten Mitgliedern der PRO-Bewegung, in Nordrhein-Westfalen künftig unter dem Dach der Bürgerbewegung pro Deutschland und im Bündnis mit PRO KÖLN weiterzumachen, bestätigt sich daher immer mehr als absolut notwendig und richtig“, so Schwarz, der vor kurzem in den NRW-Vorstand von pro Deutschland gewählt wurde und auf Wunsch des Landesvorstandes auch im neu zu wählenden Bundesvorstand eine wichtige Rolle einnehmen soll.

Aktualisierung:

Der für PRO NRW in den Duisburger Stadtrat gewählte Egon Rohmann hat laut des dortigen Ratsinformationssystems bereits am 5. November mit der NPD-Ratsfrau Melanie Händelkes eine gemeinsame Gruppe mit dem Namen NPD/„Bürger für Duisburg“ ins Leben gerufen. Noch am 11. Oktober wurde Rohmann explizit als Teilnehmer an der PRO-NRW-Demonstration in Schwelm auf der Partei-Internet-Seite gelobt. Sein vermeintlicher Austritt aus PRO NRW im September erscheint daher sehr fragwürdig.